Kindersommer

Auch wenn alle Knochen krachen,
vergeht Dir nicht Dein Lachen.
Trotz des Leidens, das Dich frisst,
bleibst Du immer, wer Du bist.
Die Haare sind nie grau geworden
und in Dir, das Kind niemals gestorben.

Mit Dir tanzt‘ ich Walzer durch den Flur,
aber selten nur
Tango in der Küche.
Dort gab’s viel Geschrei,
ach, und natürlich Haferbrei.
In der Luft allerlei Gerüche
und das Scheppern von Metall,
wenn Deckel wurden Becken,
Marschmusik – OK: Krawall!

Und dann kam stets der Juni
im Garten von Dir, Omimi Bruni:
schaukelnd in der Hängematte
rote Kirschen naschen,
Blumen raten, Bälle haschen –
Das waren Tage voller Übermut.
So gut
die Kindersommer, die ich hatte.

So bin ich aufgewachsen;
zwei Köpfe voller Faxen –
zum Glück nie ganz erwachsen!

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