Zu früh

Als der Winter auf den Lippen schmolz,
besuchte ich mein Heimatstädtchen.
Da traf ich Dich und Deinen Stolz.

Und ich sage Dir:
Ich habe Angst, mein Mädchen.

Zwing mich nicht die Zimmer zu durchlaufen!
Denn ich will davon nichts brauchen,
will davon nichts nehmen,
als ob wir nicht noch mal zusammenkämen.

Zu früh kommt noch der Tag,
wenn ich davon etwas haben mag.
Eine Sonn’blume leg ich Dir aufs Grab
an diesem Tag.
In den Schwingen einer Trauerweide
werden wir vereint – wir beide.

Ja, es kommt dieser Augenblick –
mit einem Wimpernschlag und kein zurück.
Aber nun tun wir so, als wär’s wie immer:
Wir tanzen krumm und doch ganz unbekümmert.

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