Polly – Preis für politische Lyrik

In letzter Zeit habe ich Literaturwettbewerbe schwer vernachlässigt. In diesem Jahr möchte ich wieder an einigen teilnehmen. Gerade eben habe ich meinen Beitrag bei Polly – Preis für politische Lyrik eingereicht.

In diesem Jahr steht das Thema „Europa“ im Mittelpunkt. Gesucht werden poetische Texte, die sich kritisch mit dem Thema Europa/EU auseinandersetzen.

Aber nicht jedes Gedicht über das Schicksal der Flüchtlinge vom Mittelmeer oder zum Weltfrieden ist schon ein Gedicht zu Europa.

Es ist also Fantasie gefragt.  Bis zu drei Gedichte pro EinsenderIn sind erlaubt. Einsendungen an contact(at)pollypreis(.de). Teilnahmeschluss ist der 1. September 2017.

Meine drei Texte befassen sich jeweils mit der „Flüchtlingsvernichtung“ durch Frontex (klingt schon so!) und der sogenannten Finanzkrise und der daraus resultierenden Austeritätspolitik. Wovon handeln Deine Reime?

Eine Nacht ohne morgen

Pirate's Cat

Sie war eine weise, erfahrene Dame. Eigenschaften, die mit einem fortgeschrittenen Alter assoziiert werden, aber eigentlich nichts damit zu tun haben. Es zählen nicht die Jahre im Leben, sondern das Leben in den Jahren.

Sie trug ihre schwarzen Stiefel mit Stolz. Ihr karamell-creme-farbenes Kleid mit Grazie und hatte ein Gesicht voll Anmut und mehr noch: Mut.

Meerestiefe, azurblaue Augen blickten direkt in meine Seele.

Ihre Stimme – glasklar, wohlklingend und voll Kraft tönt noch jetzt in meinem Kopf.

Wer kann sie je vergessen? Doch jetzt ist sie von uns gegangen. Eingeschlafen. Für immer. Sie hat den Kampf gegen den Krebs verloren.

Doch Du wirst nie vergessen werden, kleine Kämpfernatur. Mach’s gut, Shaolin. Und grüße mir meine Omimi am Ende der Regenbogenbrücke.

Dies war die längste Nacht und im Morgengrauen war es bekannt: Es ist eine Nacht ohne morgen für Dich.

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Wie klingt mein Text in den Ohren der Leser?

Schreiben ist Kopfsache und passiert meist im Stillen. Wer schreibt, zieht sich an ein ungestörtes Örtchen zurück. An einem ruhigen Ort kann man sich nicht nur besser konzentrieren, sondern auch den Text einmal laut lesen, ohne dass dies jemanden stört. Das nochmalige Durchlesen und vor allem Lautlesen eigener Texte ist wichtig, um einen Eindruck von der Textmelodie zu bekommen. Außerdem fallen einem so kleine Patzer, Ausdrucksfehler und Wortwiederholungen besonders einfach auf.

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Vor allem bei langen Texten kann dies jedoch dauern und oft wünscht man sich einen unbefangenen Blick von außen. Mit diesem praktischen Tool erfährt man innerhalb weniger Sekunden, wie der eigene Text klingt, welche Worte am häufigsten vorkommen und überhaupt, wie groß der verwendete Wortschatz ist. Vor allem für längere Texte sehr empfehlenswert.

Angst vor dem weißen Blatt?

Wer kennt sie nicht – die Angst vor dem weißen Blatt? Im Grunde hilft nur eins gegen nervige Schreibblockaden: Schreiben. Egal, was. Hauptsache, es kommt etwas aufs Papier.

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Sinnloses Drauflosschreiben kann tatsächlich gedankliche und kreative Blockaden lösen. Was habe ich heute gemacht? Wie ist das Wetter? Welche Menschen sind mir heute begegnet? – sind nur einige Fragen, die man sich bei dieser Schreibübung beantworten kann. Oft verwendet man das Geschriebene nicht bewusst weiter, aber sobald das kreative Hirn einmal warm gelaufen ist, kann man sich auch wieder den eigentlichen Projekten widmen. Am Ende ist Schreiben doch ein bisschen wie Sprinten oder Schwimmen: Nach einer Aufwärmphase geht’s viel leichter und der Muskelkater bleibt hoffentlich aus. Wer trotzdem einfach mal frische Ideen zu einem bestimmten Thema sucht, dem empfehle ich den Assoziations-Blaster. Wort eingeben und schon strömen unzählige Ideen auf einen ein. Den Rest erledigt das eigene Kopfkino.

Kann man Schreiben lernen?

Ich habe dieses Büchlein schon vor längerer Zeit lieben gelernt und habe es mir nun endlich selbst zugelegt – dann muss ich nicht immer in die Bibliothek.

Enthalten sind praktische Schreibübungen für Anfänger und Fortgeschrittene. Grundsätzlich ist das Buch so aufgebaut, das man es parallel zum Buch-Schreiben verwenden kann. Man kann aber auch nach Lust und Laune einfach das Buch aufschlagen und mal eine Schreibübung ausprobieren.

Dieses Buch ist ein Fundus. Es gibt Hinweise zur Figuren- und Plotentwicklung und erklärt, wie man lebhafte Dialoge schreibt und das auf gerade einmal etwas über 200 Seiten.

Bei mir wird es nun immr öfter zum Einsatz kommen und vielleicht demnächst ja auch bei Euch?

Was wäre, wenn… (What if?) jetzt kaufen